Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Paris: Die besten Städte für einen Kurztrip
Inhaltsübersicht
- Reims: Stadt der Krönungen der französischen Könige
- Rouen: mittelalterliche Gassen und die Geschichte von Jeanne d’Arc
- Chartres: gotische Kathedrale und Spaziergänge am Fluss Eure
- Amiens: eine majestätische Kathedrale, Kanäle und das Viertel Saint-Lé
- Provins: mittelalterliche Stadtmauern und eine Stadt der Messen
- Fontainebleau: Königspalast, Gärten und Wald
Königspaläste, mittelalterliche Stadtmauern und Stadtviertel mit Kanälen lassen sich bei einem Kurztrip von Paris aus erkunden. Dazu müssen Sie weder ein Auto mieten noch das Hotel wechseln. Erfahren Sie mehr über sechs historische Städte in der Nähe der französischen Hauptstadt, ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Zugverbindungen
Für einen Tagesausflug von Paris aus eignen sich Reims, Rouen, Chartres, Amiens, Provins und Fontainebleau. Dort kann man die Krönungsstätten der französischen Monarchen, gotische Kathedralen, mittelalterliche Stadtmauern und Königspaläste besichtigen. Spaziergänge durch die historischen Stadtviertel werden durch die Kanäle von Amiens, die Uferpromenaden von Chartres und die Gärten von Fontainebleau abgerundet. Jede Stadt ist mit dem Zug erreichbar, auch wenn für einige Strecken ein weiterer Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erforderlich ist. Für jeden Ausflug sollte man einen ganzen Tag einplanen.
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Reims: Stadt der Krönungen der französischen Könige
Reims ist ideal für alle, die nach einem Tagesausflugsziel von Paris aus suchen, um Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen zu entdecken. Seine Geschichte verbindet die römische Vergangenheit mit königlichen Zeremonien. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden hier 33 Monarchen gekrönt, zuletzt Karl X. im Jahr 1825. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die gotische Kathedrale Notre-Dame de Reims mit ihren zwei Türmen, den geschnitzten Portalen und den großen Buntglasfenstern.
Für einen ersten Besuch sollten drei Orte auf dem Programm stehen:
- Die Kathedrale Notre-Dame de Reims. Nehmen Sie sich Zeit für die Fassade: Ihre skulpturale Ausstattung ist nicht weniger interessant als das Innere der Kathedrale.
- Porte de Mars. Ein monumentaler römischer Triumphbogen mit einer Länge von etwa 32 Metern, der an die antike Stadt Durocortorum erinnert.
- Der Kryptoportikus auf dem Forumplatz. Teilweise unterirdische Galerien, die vom antiken römischen Forum erhalten geblieben sind.
Von Paris aus gelangt man mit dem direkten TGV INOUI vom Bahnhof Gare de l’Est nach Reims. Die schnellsten Verbindungen dauern etwa 46 Minuten, sodass ein Großteil des Tages für Spaziergänge bleibt. Um ins Stadtzentrum zu gelangen, wählen Sie den Bahnhof Reims, der auch als Reims Centre bezeichnet wird. Der TGV-Bahnhof Champagne-Ardenne liegt außerhalb des Stadtzentrums und erfordert einen weiteren Umstieg. Informieren Sie sich über die Ticketpreise für das jeweilige Datum: Diese hängen von der Verbindung und dem verfügbaren Tarif ab.
In unserem vorherigen Artikel haben wir über die Top 10 der weltweit besten Städte für Spaziergänge laut Skyscanner-Ranking berichtet.
Rouen: mittelalterliche Gassen und die Geschichte von Jeanne d’Arc
Rouen in der Normandie lohnt sich als Tagesausflug von Paris aus wegen der Fachwerkhäuser, der gotischen Architektur und der Fußgängerzone. Hier führen schmale Gassen mit Fachwerkfassaden zu Plätzen, alten Kirchen und Cafés. Als Ausgangspunkt für einen Rundgang eignet sich die Rue du Gros-Horloge, die die Kathedrale von Rouen mit dem alten Marktplatz verbindet.
Wenn Sie überlegen, was Sie in Rouen an einem Tag besichtigen können, konzentrieren Sie sich auf vier Orte:
- Die Kathedrale Notre-Dame-de-Rouen. Ihre Fassade zeichnet sich durch aufwendige Steinmetzarbeiten aus, und die beiden Haupttürme unterscheiden sich in ihrer Gestalt. Am besten lassen sich die architektonischen Details vom Platz vor der Kathedrale aus betrachten.
- Gros-Horloge. Die astronomische Uhr über der Fußgängerzone ist zu einem der Wahrzeichen der Stadt geworden. Ihr historisches Uhrwerk stammt aus dem Jahr 1389.
- Rue aux-de-Robec. Entlang der Fachwerkhäuser fließt ein kleiner Bach. Dies ist ein malerischer Ort für einen Spaziergang und eine Mittagspause.
- Der Alte Marktplatz (Place du Vieux-Marché). Genau hier wurde Jeanne d’Arc am 30. Mai 1431 hingerichtet. Um mehr über ihre Geschichte zu erfahren, kann man das Museum „Historial Jeanne d’Arc“ in die Route einbeziehen.
Von Paris nach Rouen verkehren direkte TER-/NOMAD-Züge vom Bahnhof Saint-Lazare zum Bahnhof Rouen Rive Droite. Die schnellsten Verbindungen benötigen für die Strecke etwa 1 Stunde und 13 Minuten, andere fahren länger. Vom Bahnhof aus kann man zu Fuß ins historische Zentrum hinuntergehen und die Besichtigung ohne Auto fortsetzen. Es empfiehlt sich, Hin- und Rückfahrkarten im Voraus zu buchen, um genügend Zeit für einen Spaziergang zu haben.
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Chartres: gotische Kathedrale und Spaziergänge am Fluss Eure
Chartres eignet sich für einen gemütlichen Tagesausflug von Paris aus: Hier kann man den Vormittag der Kathedrale widmen und nach dem Mittagessen zu den historischen Vierteln am Wasser hinuntergehen. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist Notre-Dame-de-Chartres, die 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Ein Großteil des heutigen gotischen Bauwerks wurde nach dem Brand von 1194 errichtet.
Wenn Sie sich überlegen, was Sie in Chartres besichtigen möchten, beginnen Sie mit den drei Hauptpunkten der Route:
- Die Türme und Portale der Kathedrale. Die beiden Türme unterscheiden sich deutlich voneinander: Der schlichte Südturm steht im Kontrast zum filigranen Nordturm. Sie spiegeln verschiedene Bauphasen wider, und die Skulpturen an den Portalen bieten Einblicke in mittelalterliche biblische Sujets.
- Historische Glasmalereien. In der Kathedrale gibt es insgesamt 176 Buntglasfenster. Besonders bekannt ist der satte Farbton des „Chartres-Blauen“. Man sollte sich für die Besichtigung ausreichend Zeit nehmen, um die Details der Darstellungen und das Lichtspiel zu erkennen.
- Die Unterstadt entlang des Flusses Erre. Vom Domviertel aus gelangt man hinunter zu den alten Handwerker-Gassen, kleinen Brücken und Fachwerkhäusern. Dieser Teil des Spaziergangs ergänzt die monumentale Architektur durch intime Ausblicke am Wasser.
Von Paris Montparnasse aus verkehren direkte TER-Züge nach Chartres. Die schnellsten Verbindungen dauern etwa 58 Minuten, für andere sollte man jedoch mehr als eine Stunde einplanen. Vom Bahnhof aus ist die Kathedrale zu Fuß erreichbar. Bei der Route entlang der Uferpromenaden sollten Sie den Höhenunterschied berücksichtigen: Nach dem Abstieg zum Fluss müssen Sie wieder hinauf in die Oberstadt steigen.
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Amiens: eine majestätische Kathedrale, Kanäle und das Viertel Saint-Lé
Amiens ist die richtige Wahl für alle, die historische Städte in der Nähe von Paris mit malerischen Routen am Wasser suchen. Hier thront die gotische Kathedrale über den Stadtvierteln, die von den Armen der Somme und den Kanälen durchzogen werden. Der Bau von Notre-Dame d’Amiens begann im Jahr 1220, und 1981 wurde sie in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Größe der Kathedrale wird besonders im Inneren unter den hohen Gewölben des Mittelschiffs deutlich.
Um die Stadt kennenzulernen, reicht es aus, einige wichtige Stationen einzuplanen:
- Die Kathedrale Notre-Dame d’Amiens. Betrachten Sie die skulpturalen Portale der Hauptfassade, das Rosettenfenster und den Innenraum. Beschränken Sie sich nicht auf ein Foto vom Platz aus: Gerade im Inneren lassen sich die Proportionen des gotischen Bauwerks am besten erkennen.
- Das Viertel Saint-Lé. Unterhalb der Kathedrale befinden sich niedrige Häuser, enge Gassen und Brücken über die Kanäle. Hier lohnt es sich, Zeit für einen gemütlichen Spaziergang und ein Mittagessen am Wasser einzuplanen.
- Lokale Konditoreien. Probieren Sie die „Macarons d’Amiens“ – traditionelle Mandelsüßigkeiten, für die die Stadt berühmt ist. Das ist auch eine gute Idee für ein kleines kulinarisches Mitbringsel.
Von Paris aus gelangt man mit dem direkten TER-Zug vom Gare du Nord nach Amiens. Die schnellsten Verbindungen dauern etwa 1 Stunde und 5 Minuten, andere können jedoch etwa anderthalb Stunden in Anspruch nehmen. Wählen Sie den Bahnhof Amiens: Er liegt in der Nähe des Zentrums, sodass Sie die Hauptsehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden können. Es empfiehlt sich, die Tour am Dom zu beginnen und den Nachmittag dem Viertel Saint-Léé zu widmen.
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Provins: mittelalterliche Stadtmauern und eine Stadt der Messen
Provins hebt sich unter den historischen Städten in der Nähe von Paris durch seine erhaltenen Befestigungsanlagen und das Erbe des mittelalterlichen Handels hervor. Im 12. und 13. Jahrhundert fanden hier die berühmten Champagner-Messen statt, zu denen Kaufleute aus verschiedenen Ländern strömten. Die Stadt hat ihren Grundriss und die Bauwerke aus dieser Epoche bewahrt und wurde 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Wer eine Reise von Paris nach Provins plant, sollte Folgendes in seine Route einbauen:
- Die Stadtmauern. Die Befestigungsanlagen wurden im 11. bis 13. Jahrhundert errichtet. Bei einem Spaziergang entlang der Gräben kann man die Türme bewundern und sich vorstellen, wie die Handelsstadt verteidigt wurde. Diese Route ist kostenlos zugänglich.
- Der César-Turm. Trotz seines Namens handelt es sich um einen mittelalterlichen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, der mit der Herrschaft der Grafen von Champagne in Verbindung steht. Er ist zu einem der wichtigsten Wahrzeichen von Provins geworden.
- Die Zehntscheune, Grange aux Dîmes. Dieses historische Gebäude mit einer Ausstellung über Jahrmärkte vermittelt einen Einblick in die Arbeitsweise der Kaufleute und Handwerker. Der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Oberstadt verbinden.
Normalerweise erreicht man Provins mit dem Direktzug „Transilien“ der Linie P vom Gare de l’Est aus in etwa anderthalb Stunden. Vom Bahnhof aus muss man die historische Oberstadt erreichen, daher sollte man Zeit für den Fußweg bergauf oder für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einplanen.
In unserem vorherigen Artikel haben wir über die schönsten Hotels der Welt 2026 laut Time Out berichtet.
Fontainebleau: Königspalast, Gärten und Wald
Fontainebleau bereichert Tagesausflüge von Paris aus mit palastartigen Innenräumen und Spaziergängen im Grünen. Etwa 70 km südlich der Hauptstadt liegt diese Residenz, die über Jahrhunderte hinweg von französischen Herrschern umgebaut wurde. Hier sind Säle aus der Renaissance sowie Gemächer erhalten geblieben, die mit Napoleon I. in Verbindung stehen. Genau hier in Fontainebleau unterzeichnete er am 6. April 1814 seine Abdankung.
Wenn Sie überlegen, was Sie sich in Fontainebleau ansehen möchten, teilen Sie den Tag am besten in drei Teile auf:
- Die Schlossräume. Die Galerie von Franz I., die Prunkaarten und die napoleonischen Innenräume zeigen, wie sich der Geschmack und der Lebensstil am französischen Hof gewandelt haben. Bei einem ersten Besuch sollten Sie sich besser an den Hauptrundgang halten und nicht versuchen, alle zusätzlichen Besichtigungen mitzunehmen.
- Gärten und Park. Nach der Besichtigung der Innenräume lohnt es sich, durch die Alleen zu schlendern und das Schloss von verschiedenen Seiten zu betrachten. Planen Sie für diesen Teil des Ausflugs mindestens eine Stunde ein.
- Der Wald von Fontainebleau. Er eignet sich für einen kurzen Spaziergang, falls nach dem Palastbesuch noch Zeit übrig ist. Die Route und den Einstiegspunkt sollten Sie im Voraus auswählen: Das große Waldgebiet sollte nicht mit einem kompakten Stadtpark verwechselt werden.
Vom Gare de Lyon aus gelangt man mit dem Transilien der Linie R in etwa 40 Minuten zum Bahnhof Fontainebleau-Avon. Von dort fährt der Bus 3401 weiter ins Zentrum von Fontainebleau. Informieren Sie sich vor dem Kauf der Fahrkarten über die Öffnungszeiten der Residenz und die Verfügbarkeit der gewählten Route am Tag Ihres Besuchs.
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Häufig
gestellte Fragen
Wohin kann man von Paris aus einen Tagesausflug ohne Auto unternehmen?
Welche Stadt aus dieser Auswahl ist von Paris aus am schnellsten zu erreichen?
Welche Stadt in der Nähe von Paris sollte man wegen ihrer mittelalterlichen Architektur wählen?
Kann man zwei Städte in der Nähe von Paris an einem Tag besuchen?
Muss man Zugfahrkarten ab Paris im Voraus kaufen?
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