Valencia führt strenge Beschränkungen für die Vermietung von Wohnraum ein: Spanien ändert die Spielregeln für Touristen
Spanien verschärft weiterhin die Vorschriften für Ferienunterkünfte: Valencia führt strenge Beschränkungen ein, während Barcelona sogar ein vollständiges Verbot von Kurzzeitvermietungen vorbereitet. Grund dafür sind der starke Anstieg der Wohnkosten und die Unzufriedenheit der Anwohner. Erfahren Sie mehr über die neuen Vorschriften und wie sie sich auf Touristen und Vermieter auswirken werden
Spanien ändert schrittweise seinen Ansatz im Tourismus: Nach Barcelona hat nun eine weitere beliebte Stadt – Valencia – beschlossen, die Vermietung von Wohnraum an Touristen streng zu beschränken. Grund dafür ist die Verschärfung der Wohnungskrise, die durch die Zunahme von Kurzzeitvermietungen noch verstärkt wird.
Die lokalen Behörden versuchen, das Gleichgewicht zwischen den Interessen der Tourismusbranche und den Bedürfnissen der Einwohner wiederherzustellen, die es sich immer häufiger nicht mehr leisten können, in ihrer eigenen Stadt eine Wohnung zu mieten. Die neuen Vorschriften sehen klare Obergrenzen für die Anzahl der Ferienwohnungen vor und könnten den Markt erheblich verändern.
Gleichzeitig ist dies kein Einzelfall: Spanien verschärft bereits seit einigen Jahren die Kontrollen für Kurzzeitvermietungen, und einige Städte greifen zu radikalen Maßnahmen.
In unserem vorherigen Artikel haben wir über die Top 10 der Reiseziele laut Time Out berichtet, die man 2026 unbedingt besuchen sollte.
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Valencia führt strenge Obergrenzen für Touristenunterkünfte ein
Die Behörden von Valencia gehen zu einer systematischen Begrenzung von Kurzzeitvermietungen über, um den Anstieg der Wohnkosten zu stoppen und den Druck des Tourismus auf die Stadt zu verringern. Die neuen Vorschriften wurden bereits als Teil der Änderungen der städtebaulichen Vorschriften verabschiedet und legen klare quantitative Obergrenzen für Touristenunterkünfte fest.
Gemäß dem Beschluss des Stadtrats darf die Anzahl der an Touristen vermieteten Wohnungen und Häuser 2 % des gesamten Wohnungsbestands in jedem Stadtteil nicht überschreiten. Darüber hinaus wird die Gesamtzahl der Unterkünfte für Touristen (einschließlich Hotels, Apartments und anderer Optionen) auf 8 % der Anzahl der gemeldeten Einwohner in jedem Stadtteil begrenzt.
Separat wurde eine weitere wichtige Obergrenze festgelegt: Nicht mehr als 15 % der Touristenunterkünfte dürfen sich im Erdgeschoss von Gebäuden in Wohngebieten befinden. Diese Entscheidung soll verhindern, dass ganze Straßen zu reinen Touristenzonen werden, und den Komfort für die Anwohner erhalten.
Die Stadtverwaltung erklärt offen, dass sie ihren Ansatz im Tourismus ändert: Valencia positioniert sich nicht als Ziel für billigen Massentourismus, sondern als Stadt zum Leben, in der Wohnraum in erster Linie für die Einwohner bestimmt ist. Genau deshalb sollen die neuen Vorschriften gewährleisten, dass der überwiegende Teil des Wohnungsbestands langfristig genutzt bleibt.
Allerdings lösen selbst diese Beschränkungen nicht alle Probleme. Nach Schätzungen lokaler Verbände gibt es in der Stadt bereits über 9.000 illegale Ferienwohnungen, die faktisch keiner Kontrolle unterliegen. Das bedeutet, dass das tatsächliche Ausmaß der Kurzzeitvermietung deutlich größer ist als in den offiziellen Statistiken angegeben, und gerade der Kampf gegen den „Schattenmarkt“ wird zur zentralen Herausforderung für die Behörden.
Zuvor haben wir über die 13 besten Orte für eine Europareise im Frühjahr 2026 berichtet.
Barcelona – vollständiges Verbot von Ferienwohnungen
Während Valencia den Markt einschränkt, bereitet sich Barcelona auf deutlich radikalere Veränderungen vor. Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, die kurzfristige Vermietung von Wohnungen an Touristen in den kommenden Jahren vollständig verbieten zu wollen.
Dem Plan zufolge wird das Format der Ferienwohnungen in seiner derzeitigen Form bis 2029 in Barcelona verschwinden, und etwa 10.000 Immobilienobjekte werden wieder auf den Markt für Langzeitmieten oder den Verkauf zurückkehren.
Der Grund für diese strengen Maßnahmen ist der rasante Anstieg des Touristenstroms und dessen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.
Jedes Jahr besuchen rund 7 Millionen Touristen Barcelona, und ein Großteil von ihnen entscheidet sich für Mietwohnungen statt für Hotels.
Dies hat bereits zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen geführt:
- In den letzten 10 Jahren sind die Mieten um etwa 70 % gestiegen
- Die Immobilienpreise sind um weitere 40 % gestiegen
Infolgedessen können es sich die Einheimischen, insbesondere junge Menschen, immer seltener leisten, in ihrer eigenen Stadt zu leben. Genau deshalb erklärt die Stadtverwaltung ganz klar: Die Priorität liegt darauf, Wohnraum den Einwohnern zurückzugeben, nicht den Touristen.
Diese Entscheidung könnte einen Präzedenzfall für ganz Europa schaffen, denn Barcelona ist eines der beliebtesten Reiseziele, und seine Politik beeinflusst bereits die Vorgehensweisen anderer Städte, insbesondere Valencias.
Wir haben bereits berichtet, dass Venedig ab April 2026 wieder eine Eintrittsgebühr für Tagesausflügler erheben wird.
Warum Spanien die Vorschriften verschärft: Wohnungskrise und Proteste
Die Verschärfung der Beschränkungen für Touristenunterkünfte ist keine zufällige Entscheidung einzelner Städte, sondern eine Reaktion auf ein systemisches Problem, das sich in ganz Spanien verschärft. Der Massentourismus hat in den letzten Jahren den Immobilienmarkt und die Lebensqualität der Einheimischen erheblich verändert.
In vielen beliebten Regionen, insbesondere in Barcelona, auf Mallorca und den Kanarischen Inseln, kam es zu massiven Protesten gegen den Overtourismus. Die Menschen gehen auf die Straße, weil die Städte überfüllt sind, die Infrastruktur überlastet ist und die Wohnkosten rasant steigen.
Ein besonderes Problem stellt das sogenannte Phänomen der „Touristflation“ dar – eine Situation, in der der starke Zustrom von Touristen einen Anstieg der Preise für Wohnraum, Waren und Dienstleistungen auslöst. Infolgedessen werden die Einheimischen praktisch aus den zentralen Stadtvierteln verdrängt, die sich nach und nach in Touristengebiete verwandeln.
Zu den Hauptgründen für die Unzufriedenheit gehören:
- Starker Anstieg der Mietkosten
- Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Einheimische
- Überlastung von Verkehr und Infrastruktur
- Negative Auswirkungen auf die Umwelt
Gerade wegen dieser Faktoren sind die Behörden gezwungen, in den Markt einzugreifen und strenge Beschränkungen einzuführen. Das Hauptziel ist es, das Gleichgewicht zwischen Tourismus und einem angenehmen Leben der Einwohner wiederherzustellen, auch wenn dies eine Verringerung des Angebots an Touristenunterkünften bedeutet.
Mehr über die 5 besten Reiseziele in Spanien, die man 2026 besuchen sollte, erfahren Sie unter dem Link.
Beschränkungen für Airbnb und neue Regeln für Vermieter
Parallel zu den lokalen Initiativen der Städte verschärft Spanien die Kontrolle über Kurzzeitvermietungen auf nationaler Ebene. Der Hauptschlag traf Plattformen wie Airbnb, die zu einem zentralen Instrument für die massenhafte Vermietung von Unterkünften an Touristen geworden sind.
Im Mai 2025 verpflichteten die Behörden Airbnb, über 65.000 Anzeigen zu entfernen, die gegen die Registrierungsvorschriften verstießen. Später kamen noch fast 55.000 Objekte hinzu, was faktisch zu einer der größten „Säuberungsaktionen“ auf dem europäischen Markt führte.
Darüber hinaus wurde das Unternehmen mit einer Geldstrafe von 64 Millionen Euro für die Vermittlung nicht lizenzierter Unterkünfte belegt. Dies ist ein Signal nicht nur an die Plattformen, sondern auch an die Eigentümer: Die Vorschriften werden deutlich strenger, und die Kontrollen werden wirksam.
Eine weitere wichtige Änderung sind die neuen Anforderungen an die Vermieter selbst. Um eine Wohnung an Touristen vermieten zu können, muss nun die Zustimmung von mindestens 60 % der Bewohner des Hauses eingeholt werden. Dies gibt den Nachbarn faktisch die Möglichkeit, die Entstehung von Touristenunterkünften in ihren Wohnanlagen zu verhindern.
Insgesamt zeigen diese Maßnahmen einen klaren Kurs der Regierung:
- Den Anteil illegaler Vermietungen zu verringern
- Wohnraum wieder auf den langfristigen Markt zu bringen
- Den Einfluss des Massentourismus auf die Städte zu begrenzen
Infolgedessen könnte es in den nächsten Jahren schwieriger werden, Unterkünfte für Touristen in Spanien zu finden, und die Preise könnten aufgrund des geringeren Angebots noch instabiler werden.
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Zur Erinnerung! Europäische Städte und Ferienorte erhöhen im Jahr 2026 die Tourismussteuern oder führen neue Abgaben für Reisende ein. Die zusätzlichen Zahlungen können die Unterkunft, Kreuzfahrthäfen oder sogar den Besuch von Naturstätten betreffen. Lesen Sie mehr über die neuen Tourismussteuern in Europa im Jahr 2026 und in welchen Ländern Touristen mehr zahlen müssen.
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Häufig
gestellte Fragen
Wird es 2026 noch möglich sein, in Spanien eine Wohnung an Touristen zu vermieten?
Warum schränkt Spanien die Kurzzeitvermietung ein?
Was ist die 60-Prozent-Regel der Nachbarn?
Wie werden sich die neuen Vorschriften auf die Preise für Touristen auswirken?
Könnten andere europäische Länder ähnliche Beschränkungen einführen?
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